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Beim Tabellenletzten unter die Räder gekommen

Unglaublich, was sich da am letzten Samstag im Pfeddersheimer Uwe-Becker-Stadion abspielte. Neun Tore, ein Spektakel für die Zuschauer, für die 30 mitgereisten Völklinger Anhänger jedoch schwer zu verdauen. Dabei hatte sich unsere Mannschaft nach den beiden Heimniederlagen doch so viel vorgenommen. Die Heimelf, schlecht in die Saison gestartet und bis dato Tabellenletzter, sollte die rote Laterne – so der Plan des Röchling Trosses – auch nach diesem Spieltag nicht abgeben.
Aber schon nach 15 Minuten war das alles Makulatur. Individuelle Fehler unserer sonst so zuverlässigen Hintermannschaft wurde von den flinken und hochmotivierten Hausherren gnadenlos bestraft. Nach dem Motto ”Jeder Schuss ein Treffer” führte Pfeddersheim zu diesem frühen Zeitpunkt bereits 3:0 und der Nachmittag drohte zu einem Fiasko zu werden. Dass dies dann doch nicht so dicke kam, war Nico Zimmermann zu verdanken, der mit einer Einzelaktion in der 21. Minute das 1:3 erzielte und damit dem Torrausch der Heimelf erstmal was entgegenhielt. Der kleine Hoffnungsschimmer erlosch aber schon 10 Minuten später als Fabio Schmidt auf 4:1 erhöhte und den deprimierenden 3-Tore-Rückstandt wieder herstellte. Mit hängenden Köpfen ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel machten unsere Jungs einen deutlich motivierteren Eindruck und konnten ab da das Spiel offen gestalten. So einfach wollten sie sich nicht in ihr Schicksal ergeben. Aber angesichts der eher bescheidenen Offensivbemühungen der letzten Spiele wagte keiner wirklich auf eine Wende zu hoffen. Und dennoch wäre diese möglich gewesen, als Lars Birster und Fabian Scheffer per Doppelschlag in der 72. und 74. Minute auf 3:4 verkürzten. In dieser Phase schwankten die Gastgeber, fielen aber nicht. Marius Schley und Kevin Saks vergaben in der Hektik den möglichen Ausgleich. Die finale Schützenhilfe für die TSG gab es 10 Minuten vor Schluss von Schiri Torsten Moog, der mit einer umstrittenen Elfmeterentscheidung den Pfeddersheimern entgültig auf die Siegerstraße verhalf. Mit dem 5:3 war die Partie entschieden, aber unsere Mannschaft gab sich noch nicht geschlagen. Auch die Heimelf hatte mit einem direkten Freistoß, Zentimeter am Tor vorbei, die Chance, das Ergebnis zu erhöhen. In die letzte Drangphase von Schwarzrot ließ Maurice Müller in der Nachspielzeit mit dem sechsten Tor erneut die Pfeddersheimer Anhänger jubeln.
Fazit: Nicht einfach. Viele hatten vor dem Spiel auf ein torloses Remis getippt, nicht ganz ohne Grund: Unser SVR mit Problemen in der Offensive, aber mit zuverlässiger Abwehr. Die TSG angeschlagen und möglicherweise ”verunsichert”. Dem war nicht so. Unsere Mannschaft ließ sich von quicklebendigen Pfeddersheimern total überrumpeln und lag schnell mit 0:3 hinten. Man hatte den Eindruck, dass der Tabellenletzte nicht so ganz ernstgenommen wurde, was sich bitter rächte.
Jetzt haben wir drei Spiele in Folge verloren. Der Appell an die Geduld unserer Anhänger verliert Woche für Woche an Wirkung. Unser Trainer Andreas Wellner ist nicht zu beneiden. Obwohl der von seinem Vorgänger Günther Erhardt zusammengestellte Kader laut Wellner eine gute Qualität habe, sind die Personalplanungen bei Schwarzrot noch nicht abgeschlossen. „Ich glaube, dass wir für die Offensiv-Position neben Kevin Saks noch etwas machen müssen“, sagte der 39-Jährige. Ob die Vereinspitze personell noch nachrüsten kann, bleibt offen.
Auch der kommende Gegner, die Hertha Wiesbach, hat zur Zeit Probleme. Das Spiel am kommenden Freitag birgt Brisanz und ist richtungsweisend – für beide Teams.

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