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3:1 Sieg in Idar-Oberstein • Ein Spiel über das man noch länger reden wird

Nicht selten wird ein Fußballspiel als ”intensive Begegnung” umschrieben. Im Falle unseres Gastspiels beim SC Idar-Oberstein eine viel zu schwache Beschreibung. Dieses Spiel bot alles an Dramatik und Grenzen des Erlaubten. Dabei erlebten etwa 20 mitgereiste Völklinger zwei grundverschiedene Halbzeiten. Dass die 3:1 Führung nach 45 Minuten gleichzeitig der Endstand war, lässt vermuten, dass die zweite Hälfte im Völklinger ”Verwaltungsmodus” langweilig dahinplätscherte, aber weit gefehlt.
Die ersten Minuten des Spiels gehörten den Hausherren. Nach 10 Minuten das erste Ausrufezeichen unseres SVR. Nach schöner Flanke von Dimmi scheiterte Hamza Mourchid aus kurzer Distanz an Keeper Andreas Förster. Im Gegenzug kam der gefährlichste Angreifer der Schmuckstädter, Felix Ruppenthal, aus 15 Metern frei zum Schuss, der jedoch zu schwach abgeschlossen wurde. In der 17. Minute setzte sich Dimmi, der heute offensiv stark spielte, über rechts duch und wurde knapp im 16er gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nico Zimmermann unhaltbar in die linke Ecke, knapp neben den Pfosten. Nur fünf Minuten später der nächste Elfer. Ein etwas unbeholfener Versuch eines Abwehrspielers, den Ball wegzudreschen…Mazi stibitzt das Leder und wird anstatt des Spielgerätes getroffen. Wieder ein klarer Elfer, wieder wählte Zimbo die gleiche Ecke und es stand 0:2. Jetzt waren die Schwarzroten klar überlegen. Drei Minuten darauf traf Mazi aus halbrechter Position den linken Pfosten und Hamza Mourchid erhöhte im Nachschuss auf 0:3. Eine halbe Stunde war gespielt, da bediente Dimmi erneut Mazi, dieser wählte aus fast gleicher Position wieder die lange Ecke, aber der Ball strich Zentimeter am Pfosten vorbei. In die totale Röchling-Überlegenheit fiel kurz vor dem Pausenpfiff zu unserer aller Überraschung das 1:3 nach einem schönen Pass in die Schnittstelle. Torschütze war Felix Ruppenthal.
Der Anschlusstreffer sollte den Gastgebern enormen Antrieb für die zweite Hälfte verleihen. Zwar hätte zunächst Leon Heine direkt nach Wiederanpfiff per Kopf alles klar machen können, aber sein Kopfball klatschte an den Querbalken..Pech…Poschde iss nit drin. Danach übernahm der Tabellensechzehnte vollends das Geschehen und suchte sein Heil in der Offensive. Ab der 55. Minute brannte es lichterloh in unserer Abwehr, vier Riesenchancen für die Heimelf innerhalb von 7 Minuten, aber Idar vergeigte knapp oder Basti Buhl rettete in höchster Not. Unerklärlich, wieso sich unsere Mannschaft in fast der gesamten 2. Halbzeit so hat den Schneid abkaufen lassen. Mit dem Zweitorevorsprung im Rücken hätte man viel ruhiger und souveränder agieren können. Dann verletzte sich Luka Dimmitrijevic so schwer, dass die Partie um gute 10 Minuten unterbrochen werden musste. Schade für Dimmi, der an diesem Tag eines seiner besten Spiele im schwarzroten Dress absolvierte. Wir alle wünschen ihm, dass er sich davon schnell erholt. In der 81. Minute hatte Felix Dausend, ab Minute 46 für Mourchid in die Elf gekommen, eine der seltenen Chancen, auf 4:1 zu erhöhen, schaffte es aber in aussichtsreicher Position leider nicht. Kurz darauf wurde der selbe Spieler mit Rot zum Duschen geschickt. Er foulte wohl seinen Gegenspieler, der wiederum trat jedoch beim Fallen absichtlich nach Felix, was ebenfalls mit Rot hätte bestraft werden müssen. Allerdings waren wir weit weg vom Geschehen und konnten nicht genau sehen, was genau passiert war. Auch danach war das Spiel wieder um 5 Minuten unterbrochen, da sich die Rudelbildung erst nach und nach auflöste. In der Schlussphase hatte Idar noch zwei, drei gute Möglichkeiten, da sah man aber warum die Schmuckstädter im Tabellenkeller logieren: zumindest an diesem Tag eine katastrophale Chancenverwertung. Auch unser SVR hatte in den letzten 12 Minuten noch einige Konterchancen, konnte diese aber aufgrund Kräfteverschleiß nicht mehr vernünftig zu Ende spielen.
Am Ende mussten wir froh sein, dieses Spiel gewonnen zu haben. Aufgrund der Vielzahl an guten Torchancen in der 2. Hälfte hätte die Begegnung auch anders ausgehen können. Nach 115 aufreibenden Minuten konnten wir etwas glücklich aber nicht unverdient 3 Punkte aus diesem denkwürdigen Spiel mit nach Hause nehmen.

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